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Steinkammergrab Düwelsteene

Heiden

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Die Anlage Düwelsteene bei Heiden zählt zu den bedeutendsten erhaltenen Großsteingräbern der Trichterbecherkultur in Westfalen. Errichtet wurde sie zwischen etwa 3300 und 2700 v. Chr. und diente als kollektive Begräbnisstätte. Die langrechteckige Kammer misst heute rund zehn Meter in der Länge bei einer Breite von etwa zwei Metern; Trag- und Decksteine aus nordischen Findlingen sind weitgehend erhalten. Ursprünglich war die Anlage von einem Steinkranz und einem Erdhügel überdeckt, der heute nicht mehr erkennbar ist.

Diese historische Stätte liegt 3,5 Kilometer östlich des Heidener Ortskerns, eingebettet in eine malerische Dünenlandschaft, die von Kiefern geprägt ist.

Informationen zur Geschichte
Die Düwelsteene in Heiden stellen ein bedeutendes archäologisches Zeugnis der Jungsteinzeit dar. Vor etwa 4000 Jahren errichteten die ersten sesshaften Bauern der Region dieses monumentale Großsteingrab, das bis heute erhalten geblieben ist. Das Bauwerk, auch als Riesensteingrab der Teufelsteine bekannt, befindet sich in einer Landschaft aus Kiefern und Dünen. Diese Dünen entstanden vor etwa 50 000 Jahren während der letzten Eiszeit, als starke Winde den unbewachsenen Sand zu Hügeln formten.

Das Material der Teufelsteine stammt aus der Saale-Eiszeit vor etwa 145 000 Jahren. Eine gewaltige Eisschicht schob damals Gesteine aus dem Norden bis in das Münsterland und hinterließ nach dem Abschmelzen sogenannte „Geschiebe“ – eine Mischung aus Kies, Geröll und großen Findlingen unterschiedlicher Gesteinsarten. Einige dieser Findlinge blieben nach dem Rückzug des Eises liegen oder wurden durch Schmelzwasserströme zu größeren Ansammlungen transportiert.

Etwa zwei Jahrtausende später nutzten die jungsteinzeitlichen Bauern diese mächtigen, bis zu sieben Tonnen schweren Blöcke zum Bau eines kollektiven Grabes. Mit Hilfe von Holzrollen, Hebeln und großer Muskelkraft wurden die Steine bewegt und aufgerichtet. Für die Dachkonstruktion kamen große, flache Steinplatten zum Einsatz, die über schiefe Ebenen aus Sand und Erde auf die Grabkammer gelegt wurden. Das Grab selbst war rund 21 Meter lang und etwa 1,70 Meter breit.

Innerhalb der Steinkammer fanden zahlreiche Bestattungen statt. Die Verstorbenen wurden mit kunstvoll verzierten Ton- und Keramikgefäßen beigesetzt, die vermutlich Nahrungsvorräte enthielten. Diese Funde belegen, dass das Grab über einen längeren Zeitraum als Gemeinschaftsgrab genutzt wurde.

Über die Erbauer der Düwelsteene ist wenig bekannt, doch archäologische Erkenntnisse deuten darauf hin, dass es sich um Bauern handelte, die in rechteckigen Pfostenhäusern lebten und Getreide wie Weizen und Gerste anbauten. Damit gehören die Düwelsteene zu den bedeutendsten Relikten der jungsteinzeitlichen Siedlungsgeschichte im Münsterland und veranschaulichen eindrucksvoll die technische und gesellschaftliche Entwicklung jener Zeit.

Informationen für Radfahrende
Die Düwelsteene sind am besten mit dem Fahrrad zu erreichen. Sie liegen direkt am beschilderten Knotenpunktnetz Münsterland zwischen den Knotenpunkten 65 und 67, ca. 3,5 km vom Ortszentrum von Heiden entfernt.

Ein Besuch lässt sich sehr gut mit einer ausgedehnten Radtour verbinden. Schöne Ziele sind beispielsweise das Schloss Raesfeld, die Burg Gemen oder das Golddorf Marbeck. Wer gerne mehrere Tage unterwegs ist, kann den Naturpark Hohe Mark auf der Hohen Mark Radroute erkunden.

Themenrouten in der Umgebung:

  • Hohe Mark Radroute
Nächster Knotenpunkt: 65

  • Sehenswürdigkeit
  • Eintritt frei / kostenlos
  • Outdoor

Kontakt

Preise

Eintritt: Eintritt frei

Bilder

Anschrift

46359 Heiden
Deutschland

Wegbeschreibung

Anreise
Anreise mit dem Auto über die Autobahn A31 (Oberhausen-Emden) bis zur Ausfahrt Reken. Dort der Beschilderung in Richtung Heiden folgen. Es empfiehlt sich das Auto im Stadtgebiet von Heiden zu parken und die Düwelsteene zu Fuß aufzusuchen.

Anreise mit der Bahn über den Bahnhof Borken. Der Bahnhof wird von Zügen aus Essen, Bottrop und Gladbeck angefahren. Von dort mit der Buslinie R74 bis zur Haltestelle Osterkamp. Die Entfernung von der Bushaltestelle bis zu den Düwelsteenen beträgt ca. 1,6 km.

Parken
Bei den Düwelsteenen gibt es keine Parkplätze. Es empfiehlt sich, die Parkplätze im Stadtgebiet von Heiden zu nutzen.

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