Haus Lebenstein
Gronau
Öffnungszeiten
10:00–16:00
10:00–16:00
10:00–16:00
10:00–16:00
10:00–16:00
Geschlossen
Geschlossen
Mitten in Epe verbindet das Haus Lebenstein Geschichte, Kultur und Begegnung. Die ehemalige Synagoge an der Wilhelmstraße 5 erinnert an die Familie Lebenstein, die einst Grundstück und Gebäude stiftete. Heute entsteht hier ein offener Treffpunkt für Kultur, Bildung und gesellschaftlichen Dialog. Veranstaltungen, Workshops und Mitmach-Formate machen den historischen Ort zu einem lebendigen Zentrum, an dem Erinnerung und Zukunft miteinander verbunden werden.
Geschichte
1907 stiftete Salomon Lebenstein der jüdischen Gemeinde Epe das Grundstück an der Wilhelmstraße 5 für den Bau einer Synagoge. Bis 1938 war das Gebäude Mittelpunkt des jüdischen Gemeindelebens. In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge in Brand gesteckt.
In den folgenden Jahrzehnten wechselte die Nutzung mehrfach. Zunächst diente das Gebäude der Gemeinde Epe als Feuerwehrgerätehaus, später unter anderem als Wohnhaus, DRK-Heim und Altenbegegnungsstätte. Nach 2012 stand das historische Haus leer.
Mit der Gründung des Förderkreises Alte Synagoge Epe e. V. im Jahr 2017 begann ein neues Kapitel. Ziel war der Erhalt des Gebäudes und seine Wiederbelebung als Ort für Kultur und Begegnung. Im Rahmen des Förderprogramms „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ entwickelte sich daraus ein offener Treffpunkt für Bildung, Kultur und gesellschaftlichen Dialog.
Am 3. Dezember 2024 erhielt der Ort den Namen Haus Lebenstein – in Erinnerung an die Familie, deren Stiftung den Bau der Synagoge einst ermöglicht hatte.
Dritter Ort
Mit dem Projekt „Dritter Ort" entwickelt sich die ehemalige Synagoge in Epe zu einem offenen Raum für Begegnung, Kultur und gesellschaftlichen Austausch. Der Begriff „Dritter Ort“ bezeichnet einen Treffpunkt abseits von Zuhause und Arbeitsplatz, der frei zugänglich ist und gemeinschaftliches Leben fördert.
Die Geschichte des Gebäudes bleibt dabei ein zentraler Bestandteil des Konzepts. Namensgeber ist die Familie Lebenstein, die einst Grundstück und Gebäude der Synagoge stiftete. Auch das Erscheinungsbild erinnert an diese Verbindung: Das Logo greift die Originalunterschrift von Salomon Lebenstein auf. Unter dem Motto „Wo Begegnung lebendig wird“ verbindet das Haus historisches Bewusstsein mit neuen Impulsen für das kulturelle Leben in Epe.
Geplant ist ein vielseitiges Programm aus Veranstaltungen, Workshops und Mitmach-Formaten. Kultur, Bildung und gesellschaftlicher Dialog erhalten damit einen gemeinsamen Raum. Eigene Ideen und gemeinschaftliche Projekte können die weitere Entwicklung des Hauses mitgestalten. Aus dem früheren Gebetsort entsteht so ein lebendiges Zentrum, das Erinnerung bewahrt und zugleich neue Perspektiven eröffnet.
Getragen wird das Projekt vom Kulturbüro Gronau, dem Förderkreis Alte-Synagoge-Epe e. V., Georgs Galerie und dem soziokulturellen Zentrum Café Grenzenlos. Unterstützung erhält die Entwicklung durch das Förderprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“.
Informationen für Radfahrer
Das Haus Lebenstein lässt sich gut in eine Radtour durch Epe und das westliche Münsterland einbinden. Nur rund einen Kilometer entfernt liegt der Knotenpunkt 34 des münsterländischen Radwegenetzes. Auch die Dinkelsteinroute führt direkt am Haus vorbei. In der näheren Umgebung verlaufen zudem die Flamingoroute, „Naturgenuss ohne Grenzen“ und die Radtour „Große Runde zu Blumen, Musik und Geschichte“. Über das Knotenpunktnetz bestehen Verbindungen Richtung Gronau sowie zu den Burgmannshöfen in Heek. So verbindet eine Radtour Natur, regionale Kultur und sehenswerte Ziele.
- Kulturstätte
- Sehenswürdigkeit
- Indoor
Bilder
Anschrift
48599 Gronau
Deutschland
Wegbeschreibung
ParkenEin Parken am Straßenrand ist direkt in der Wilhelmstraße möglich. Weitere Parkmöglichkeiten bestehen im Wohnviertel rund um das Haus Lebenstein.
Anreise
Mit dem Auto:
Von der A31 kommend
Abfahren bei Ausfahrt 30-Gronau/Ochtrup
Weiter auf B54 in Richtung Gronau
Nach zirka drei Kilometern abfahren und dem Straßenverlauf der Steinfurter Straße südlich nach Epe folgen
Abbiegen auf Wilhelmstraße und bis zum Ziel fahren
Mit Bus und Bahn:
Vom Nah- und Fernverkehrsbahnhof Münster (Westf.) kommend
Regionalbahn RB63 bis Coesfeld nehmen
Umsteigen in Regionalbahn RB51 in Richtung Enschede
Aussteigen am Bahnhof Epe(Westf)
1,2 km Fußweg
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