Burg Bentheim
Bad Bentheim
Die imposante Burg Bentheim thront auf einem herrlichen Sandsteinrücken und ist die einzige Höhenburg des Münsterlandes. Ihre ersten Erwähnungen lassen sich bis auf das Jahr 1050 zurückverfolgen. Die Burg gehört mit ihrem Museum zu den beliebtesten Ausflugszielen. Bei einem Rundgang genießen Besucher einen herrlichen Ausblick über die Region.
Informationen zur Geschichte
Die ersten Erwähnungen der Burg Bentheim sowie der Grafen von Bentheim stammen aus dem Jahr 1050. Die folgenden Jahre war die Geschichte der Burg geprägt durch verschiedene bewaffnete Auseinandersetzungen. In vielen Bereichen ist auch heute noch das mittelalterliche Gesicht der Burg zu sehen, so auch die um 1160 erbauten Burgmauern, der Turm der Katharinenkirche und der Pulverturm. Das Steinkreuz „Herrgott von Bentheim“ gilt als eines der ältesten Zeugnisse christlichen Lebens in der Region.
Informationen zur Besichtigung
Aufgrund erheblicher Schäden an der Bausubstanz bleibt die Burg Bentheim bis auf Weiteres geschlossen. Eine Besichtigung ist nicht möglich. Leider können aktuell noch keine Angaben zum Zeitpunkt der Wiedereröffnung gemacht werden.
Das Teufelsohrkissen
Wer diese Geschichte noch nicht gehört hat, muss wohl selbst ein Teufel sein. Denn seit der Erbauung der Burg hört der Teufel schlecht: Wandert man entlang der Außenmauer der Burg, erreicht man eine interessante Felsformation aus Sandstein, deren Legende in die Erbauungszeit der Burg fällt. Einst gab es einen Bauern, der sich eine ebenso prachtvolle Burg wünschte – gleich wie ein Adelsherr sie bewohnt. Zwar besaß er viel Land, doch keine Mittel, sich eine Burg zu bauen. Darum ging er einen gefährlichen Pakt mit dem Teufel ein: Dieser versprach ihm eine herrliche Burg, die er ihm in nur einer Nacht erbauen würde. Der geringe Preis sollte die Seele des ersten Lebewesens sein, das die Burg betritt. Der Bauer willigte ein. Der Teufel – gewiss, sich soeben die Seele des Bauern gesichert zu haben – baute mit all seinen Gehilfen in nur einer Nacht die prächtige Burg. Im Morgengrauen schlief der erschöpfte Beelzebub auf dem Felsen vor der Burg ein. Nun schlich sich der Bauer heran. Eine Krähe, die er auf seinem Feld gefangen hatte, zappelte unter seiner Jacke. Er ließ sie kurz vor dem Burgtor frei – sie flatterte direkt durch das Tor und wurde so zum ersten Lebewesen, das die Burg je betreten hatte. Erzürnt schreckte der Teufel hoch, doch sein heißes Wesen war bereits mit dem Sandstein verschmolzen. Nicht nur war der Lohn für die ganze Arbeite nur eine einfache Feldkrähe, er riss sich beim Erwachen auch noch ein Ohr ab, das noch heute auf dem Teufelsohrkissen klebt und aus dem Erker im zweiten Geschoss des Burgmuseums von oben betrachtet werden kann.
Es lohnt sich, hier eine geführte Tour im Außenbereich zu buchen, in der Geschichte spannend erlebt werden kann.
Der Bentheimer Herrgott
Im Kontrast zu der teuflischen Geschichte gibt es auch noch das himmlische Pendant. Denn wer sich schon immer fragte, wo der Herrgott zu finden ist, sollte in der Burg Bentheim suchen. Der berühmte „Herrgott von Bentheim“ hält in der Katharinenkapelle den neugierigen Blicken stand. Sobald man das große Burgtor durchquert hat und einen kleinen Obolus an der Museumskasse geleistet hat, findet man die mittelalterliche Burgkapelle zur rechten Seite. Der schlichte gotische Kirchenraum mit rustikaler Balkendecke leitet den Blick automatisch in den ältesten Teil: den romanischen Chor. Hier hat der Herrgott seinen Platz gefunden und zeigt sich dem Besucher. Das frühromanische Steinkreuz entstand um 1100 und zählt zu den frühesten Christusdarstellungen in Mitteleuropa. Die Steinfigur erhielt erst 1828 den glorifizierenden Namen, als sie als umgestürztes Wegekreuz in der Nähe der Burg auf einem Acker durch Zufall entdeckt wurde.
Seither gilt sie als ein Wahrzeichen der Grafschaft und als Schatz der Kunstsammlung der Burg.
Informationen für Radfahrer
Die Höhenburg Bentheim liegt an dem Nordkurs der 100-Schlösser-Route. Die 100-Schlösser-Route führt zu weiteren beeindruckenden Schlössern und Burgen im Münsterland. Die Burg ist außerdem an das 4500 Kilometer lange Radwegenetz im Münsterland angebunden. Hieraus ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten für Tages- oder Mehrtagestouren durch die Münsterländer Parklandschaft.
- Schloss
- Sehenswürdigkeit
- Museum im Haus
- Hunde erlaubt
- 100-Schlösser-Route
- Indoor
- Outdoor
- Park am Haus
- Gastronomie im Haus
Kontakt
Preise
Eintrittspreise Burg Bentheim: kein Eintritt möglichBilder
Anschrift
48455 Bad Bentheim
Deutschland
Wegbeschreibung
Anreise zur Burg BentheimDie Höhenburg in Bad Bentheim liegt im nördlichen Münsterland nahe der niederländischen Grenze.
Die Anreise mit dem PKW:
Aus Richtung Osten oder Westen kommend: Autobahn A30
Aus Richtung Norden oder Süden kommend: Autobahn A31
Die Anreise mit Bus und Bahn erfolgt über den Bahnhof Bad Bentheim. Der Ort wird regelmäßig auch von IC-Zügen aus Berlin und Amsterdam angefahren. Die Buslinien 40 und 60 fahren vom Bahnhof ins Zentrum von Bad Bentheim. Von hier sind es nur noch ca. 5 Minuten Fußweg bis zur Burg.
Parken an der Burg Bentheim
Ein Parkplatz befindet sich am Fuße der Burg direkt am Schlosspark.
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